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#640 Renate Budell

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Baum-1

Als ich mir vor 36 Jahren meine erste Kamera, eine Praktica Nova 1B, kaufte, gab es nur die chemische Fotografie. Ich lernte, meine Filme selber zu entwickeln und von den Negativen Papierabzüge zu machen. Es machte mir großen Spaß. Später kamen neuere und größere Kameras für Kleinbild, dann für Mittelformat und schließlich für Großformat dazu. Das Labor wuchs parallel dazu mit.

Die elektronischen Sensoren lernte ich sehr früh im Zuge meiner Arbeit als Astronomin kennen. Der Gewinn dieser Sensoren für die wissenschaftlichen Daten war enorm. Aber die Ansprüche, die ich an die wissenschaftlichen Daten stellte, gelten nicht bei der künstlerischen Fotografie. Hier konnte mich bisher kein elektronischer Sensor davon überzeugen, besser zu sein, als ein Film. Wo der Film beinahe automatisch korrekte Ergebnisse liefert, muss bei elektronischen Aufnahmen mühevoll die Kontrastübertragungskurve zurechtgebogen werden, damit das Bild irgendwie an unseren Sehgewohnheiten angepasst wird.

Darüber hinaus sind elektronische Kameras viel teurer und doch nie besser als eine Kamera für Filme. Dazu kommt noch ein gut ausgebauter Computer, ein kalibrierbarer Monitor, ein teurer Drucker, teure Tinte, .....  Leider ist das nie eine Anschaffung fürs Leben, denn Elektronik hält nur ein paar Jahre. Meine Plaubel Junior für 9x12 ist schätzungsweise so alt wie ich und ist bei Problemen leicht zu reparieren.  

SW-Bilder werden bei mir im Labor nach einem rein chemischen Verfahren ausgearbeitet. Farbfilme gebe ich ins Labor. Mit den Ergebnissen bin ich aber zunehmend unzufrieden.

Kleinbildkameras habe ich mehrere, von denen ich aber am liebsten die Nikon F100 und die Nikon F2M benutze. Für Mittelformat besitze ich eine Kiev 60 und eine Mamiya RB67. Für Großformat nutze ich die oben schon erwähnte Plaubel Junior.

Meine Lieblingsthemen sind: Landschaften und Naturstillleben, Stillleben im Studio, Industrieanlagen.
DESIGNED BY CHRISTIAN M. MÜLLER