del.icio.us misterwong digg YiGG google-bookmarks linkarena reddit

Startseite ¦ Hinweise ¦ Kontakt ¦ Sitemap ¦ Impressum ¦ Bilder Feed RSS-Feed ¦

suchen

#648 Ferdinand A. Hoischen

eMail: -
WWW: -

Alle Bilder von Ferdinand A. Hoischen ansehen

Der Betrachter

Abendhimmel über dem Langen-See

Feierabend

Sunne

Sonnenuntergang

Alleine

Ich begann mit dem Fotografieren im Jahr 1976 aus Anlass einer Norwegenreise. Die Bilder machte ich mit einer Voigtländer-Kompaktkamera, die ich kurz zuvor neu gekauft hatte. Nichts besonderes, aber immerhin schön stabil mit Metallgehäuse und recht scharf zeichnendem Objektiv. Das Ergebnis machte mir soviel Spass, dass von da an meine Qualitätsansprüche stiegen. So kam ich über eine Minolta XD 7 zur Leica M6 und nach und nach zu dem umfangreichen, leider meist unbenutzten Gerätepark, den ich heute besitze, bestehend aus Leica, Contax, Olympus, Hasselblad, Rollei, Yashica und Voigtländer.

Am liebsten fotografiere ich auf Diafilm Fuji Velvia 50, den ich wegen seiner Schärfe und satten Farben schätze. Mein bevorzugtes Aufnahmethema ist die Landschaftsfotografie, der ich natürlich besonders an meinem Wohnort in Schweden gut nachgehen kann. Das bedeutet ganz und gar nicht, dass ich gut fotografieren würde, ganz im Gegenteil. Aber es macht mir Spass und wenn auf jedem Film ein einziges Foto dabei ist, das mir gut gefällt, reicht mir das schon.

Mein Sohn hat meine Freude am Fotografieren "geerbt", ist aber rein digital tätig, und zwar sehr gut und viel besser als ich. Ich bin bei ausschliesslich analoger Fotografie geblieben, weil ich zum einen weitgehend mechanisch funktionierende Geräte sehr schätze, weil zum anderen die Analogfotografie höhere Anforderungen an das Können des Fotografen stellt und weil schliesslich die Analogfotografie einfach ehrlicher ist, da hier die schlechte Qualität des Fotografen nicht von Computern schöngerechnet werden kann. Im übrigen bin ich der Auffassung, dass die Analogfotografie durchaus der Digitalfotografie nicht qualitativ unterlegen ist, in einigen Bereichen sogar Vorteile hat. Ich benutze zur Verdeutlichung gerne den Vergleich von mechanischen und digitalen Uhren und aus dem HiFi-Bereich den Vergleich von Röhre zu Transistor und Schallplatte zu CD. Nach anfänglichem Fortschrittsgejubel (Karajan zur CD: "Alles andere ist Gaslicht.") kam man nach einiger Zeit zu der Erkenntnis, dass das alte Medium qualitativ besser war. Daher gibt es heute im HiFi-Bereich eine deutliche Rückwendung zu Röhrenverstärkern und Schallplatten. Ebenso haben mechanische Uhren ein grandioses Comeback gefeiert. Ähnliches erwarte ich auch beim Verhältnis der Analogfotografie zur Digitalfotografie, wenn auch vielleicht nicht sofort, jedenfalls aber auf längere Sicht. Die Digitalfotografie hat durchaus ihre Berechtigung, ist aber nicht die allein seligmachende Technik. Und nicht jeder technologische Fortschritt ist auch ein künstlerischer.

Ich bin der Auffassung, dass die Analogfotografie es in jeder Hinsicht wert ist, weiter praktiziert und gefördert zu werden.

DESIGNED BY CHRISTIAN M. MÜLLER